Rosen – Schnitt

Date 6. Februar 2008

Eine bebilderte Anleitung kann ich leider nicht anbieten, da es bei uns jetzt noch eindeutig zu früh ist, Rosen zu schneiden. Eine Fotoanleitung findet man aber hier, die ich noch um ein paar Punkte ergänzen möchte. Die beste Zeit etablierte Rosen zu schneiden ist am Anfang des Frühjahres, wo der Wuchs der Pflanze beginnt, aber noch keine Blätter erscheinen. Der Rückschnitt fördert das Wachstum und die Blühfreudigkeit und verjüngt die Pflanze. Nachdem kein Frost mehr vorherrscht, sollten wilde und schwache Triebe und totes Holz komplett entfernt werden. Gefrorene Triebe werden bis ins gesunde Holz zurückgeschnitten. Da man versucht eine offene Pflanze zu erhalten wird immer (ca. 5 mm) über dem nach außen zeigenden Auge geschnitten.
Edel-, Beet- und Zwergrosen darf man unter 20 cm zurückschneiden. Bei öfterblühenden Strauchrosen werden die starken Haupttriebe um ein Drittel gekürzt, die schwächeren Nebentriebe um zwei Dirttel. Einmalblühende Strauchrosen werden nur alle paar Jahre für einen Verjüngungsschnitt auf unter 15 cm zurückgeschnitten. Bei Ramblerrosen werden nur störende Triebe entfernt, ansonsten müssen sie nicht geschnitten werden. Kletterrosen werden in den ersten Jahren nicht geschnitten. Nur die Seitentriebe, die geblüht haben werden eingekürzt. Zur Verjüngung kann man nach einigen Jahren einen alten Haupttrieb auf unter 15 cm zurückschneiden. Auch bei Stammrosen wird die Krone auf unter 20 cm zurückgeschnitten.
Im Sommer wird ausschließlich verblühtes entfernt um die Blühwilligkeit anzutreiben. Hier gilt als Regel, dass man beim ersten Fünfblatt schneiden sollte.
Wildwuchs muss sofort entfernt werden. Aus meiner Sicht ist das einer der anstrengensten Aufgaben der Gartenarbeit. Wilde Triebe entspringen immer unterhalb der Veredelungsstelle. “Wildlinge” habe eine andere Blattform und Farbe, wie die veredelte Rose. Diese wilden Triebe sollten möglichst nah am Stamm abgeschnitten werden. Dazu ist es oft nötig, dass man die Rose etwas frei legt, um die restlichen Wurzeln nicht zu verletzen.

3 Antworten für “Rosen – Schnitt”

  1. Gärtnerin schrieb:

    Vielen Dank für die Ergänzungen. Die Wildlinge hatte ich ja total vergessen! :-)

  2. J. Lutz schrieb:

    Hallo Rosenfreunde,

    in meinem Bauerngarten ist leider eine Stammrose eingegangen. Wie lange muss ich warten um eine neue Rose pflanzen zu können. Das Erdeaustauschen hat – obwohl vom Gärtner gemacht – nicht geholfen, die neu gepflanzte Rose ist bald verkümmert und dann auch wieder eingegangen. Um guten Rat wäre ich dankbar!

    Viele Grüße vom Bodensee
    J. Lutz

  3. Wolfgang schrieb:

    Es gibt Pflanzen, die den Boden wieder aufbessern, ich habe im Hinterkopf, dass Lupinen zu diesen gehören. Ansonsten kann ich nur dazu raten die Erde (am besten Qualitätserde!) erneut und großflächig auszutauschen, mindestens 50×50x50 cm. Natürlich ist in weiterer Folge die Qualität der Rose vom Gärtner ihres Vertrauens ebenfalls entscheidend für ein gutes Gedeihen. Ich gebe übrigens bei jeder neuen Bepflanzung Hornspäne ins Pflanzloch.
    Ich denke, damit sollte eine neue Rosenpflanzung klappen, gutes Gelingen!

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